Fotoserie “Moving Kinshasa“ 2017, Foto: Azgard Itambo © GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
1. Dezember
31. März 2019

Beginn: 10:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr

Ausstellung „Megalopolis – Stimmen aus Kinshasa“

Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
1. Dezember
31. März 2019

Beginn: 10:00 Uhr  |  End: 18:00 Uhr

 24 Künstlern*innen aus Kinshasa in Leipzig

Eröffnung der Sonderausstellung „Megalopolis – Stimmen aus Kinshasa“ am Freitag, den 30. November 2018, 19:30 Uhr
Mit Performances, Musik, Talks & Drinks! Im Beisein der Kuratoren Eddy Ekete und Freddy Tsimba und 8 Künstler*innen aus Kinshasa: Azgar Itambo, Chéri Benga, Géraldine Tobe, Steve Bandoma, Serge Diakota, Eunice Kamanda, Flory Sinanduku, Dolet Malalu

Von den heute 800 Millionen Menschen Afrikas wird in 25 Jahren mehr als die Hälfte in Städten leben. Mit mehr als 12 Millionen Einwohner*innen ist Kinshasa, die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, die drittgrößte Megastadt des Kontinents. Die urbane Realität des afrikanischen Kontinents wird in ethnologischen Museen selten gezeigt. Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig setzt sie in den Fokus und gibt 24 Künstlern*innen aus Kinshasa eine „Carte Blanche“, um ihre Stimmen im Museum erklingen zu lassen.

Das Prinzip der „Carte Blanche“ ändert die Spielregeln des ethnologischen Museums. Gezeigt wird keine Ausstellung aus Sicht eines/r europäischen Ethnolog*in, sondern die Künstler*innen Kinshasas selbst vermitteln ohne Filter an die Musemsbesucher*innen, was sie beschäftigt: Koloniale Vergangenheit und ihre Auswirkungen, Gewalt, Unterdrückung von Frauen, Krieg, Korruption, Ausbeutung, Umweltzerstörung, kulturelles Erbe, Spiritualität, urbaner Alltag. Traditionelle Skulpturen und Masken aus dem Kongo tauchen in vielen der zeitgenössischen Kunstwerke auf und verbinden so nicht nur die Vergangenheit mit der Gegenwart, sondern auch die Kongo-Bestände des Museums mit der Megastadt Kinshasa.

„In Kinshasa ist alles KUNST. Stadt oder künstlerische Installation unter freiem Himmel und gleißender Sonne, jeder Kinois spielt seine eigene Symphonie oder führt eine „Performance“ auf. Trotz des Hungers, der ihre Bäuche einschnürt, sind sie da!“

Jean Kamba, Dichter und Kunstkritiker

Bis zum letzten Moment ungewiss, ist es trotz aller Überraschungen und Widrigkeiten gelungen, acht der 24 beteiligten Künstler*innen mit den zwei Kuratoren für die Residency in Leipzig begrüßen zu können. Seit dem 6. November vollenden sie im Museum und in Werkstätten in der Stadt ihre künstlerischen Arbeiten und entwickeln die Szenographie der Ausstellung mit allen Werken, allen Stimmen der Künstler*innen aus Kinshasa.

Künstler*innen:

Anastasie Langu, Azgard Itambo, Chéri Benga, Danniel Toya, Dolet Malalu, Elie Mbansing, Eunice Kamanda, Flory Sinanduku, Francis Mampuya, Fransix Tenda, Gabriel Lukinga, Géraldine Tobe, Hervey Ngoma, Hilary Balu, Jean Kamba, Jean-Jacques Tankwey, Judith Kaluaji, Louison Mbeya, Mega Mingiedi, Nada Tshibuabua, Olivier Nalumbu, Serge Diakota, Steve Bandoma, Vincent Lombumbe

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